Faruk Onmaz vertrat Österreich beim Red Bull Street Style-Finale in Sao Paulo mit sensationellem Erfolg. Im Interview nach der Finalshow spricht er über die Erfahrung, sich mit den Besten der Besten messen zu dürfen – und wie er nun Nachahmer inspirieren möchte.
Bis vor kurzem hast du alleine im Hinterhof trainiert, seit Red Bull Street Style hast du die quasi amtliche Bestätigung, einer der 16 besten Freestyler der Welt zu sein. Wie viel davon hast du dir vor der Reise nach Sao Paulo denn selber zugetraut?
Vor der Abfahrt nach Sao Paulo war mein großes Ziel, in die Endausscheidung der besten 16 zu kommen. Als ich gesehen habe, wie gut alle drauf waren, bin ich ein bisschen unsicher geworden. Aber als ich es dann wirklich bis in die Finalshow geschafft habe, habe ich wieder von mehr geträumt und war entsprechend enttäuscht, als es nicht geklappt hat.
Im Achtelfinale bist du am Ungarn Roland Karaszi gescheitert. Was konnte der besser als du?
Er war weniger nervös als ich. Ich habe viele unnötige Fehler gemacht.
Wo liegen deiner Meinung nach deine Stärken, und wo kannst du dich noch verbessern?
Ich bin in den Airmoves bestimmt ganz vorn dabei. Bei den Breakdance-Moves habe ich aber noch viel aufzuholen.
Red Bull Street Style war nicht nur ein Wettkampf, sondern auch so etwas wie das erste Treffen von Street-Style-Fanatikern aus aller Welt. Mit wem hast du dich besonders gut austauschen können?
Gut habe ich mich eigentlich mit allen Teilnehmern verstanden, am besten aber mit Dominik Kaiser, dem deutschen Teilnehmer.
Was war für dich die tollste Erfahrung bei Red Bull Street Style?
Schwierig, da eine Sache herauszugreifen. Aber wahrscheinlich war es die Chance, so viele Gleichgesinnte aus aller Welt auf einem Fleck treffen zu können.
In Österreich existiert noch fast keine Freestyle-Soccer-Szene. Wie schwer ist es denn für den Durchschnittsfußballer, Tricks zu erlernen, wie du sie gezeigt hast?
Es ist für jeden machbar, aber man sollte den Aufwand nicht unterschätzen. Ein bisschen Talent und 20 Stunden Training pro Woche vorausgesetzt, kann man nach einem Jahr daran denken, sich dem ersten Contest zu stellen.
Faruk Onmaz
Faruk Onmaz und Roland Karaszi
Faruk Onmaz und Roland Karaszi